Essai Bruch
Antoine Paul Rinn
1999 in Karlsruhe geboren, deutsch-französisch aufgewachsen
Jeder kreative Prozess beginnt für mich mit einem Anfang. Das einzig Gewisse, was daraus entsteht, bleibt offen. Und genau darin liegt die Freude am Schaffen: reagieren, weiterdenken, neue Möglichkeiten entdecken.
Mein Weg war nicht gerade und das macht ihn für mich wertvoll. Mit der Ausbildung zum Metallbauer und der Meisterprüfung habe ich gelernt, Materialien wirklich zu verstehen, präzise zu arbeiten und Verantwortung für jedes Detail zu übernehmen. Es hat mir gezeigt, wie Ideen Form annehmen und Gedanken zu etwas Greifbarem werden.
Das Architekturstudium an der TH Köln, das ich 2024 mit dem Bachelor abgeschlossen habe, war für mich der nächste Schritt. Dort konnte ich mein handwerkliches Wissen mit Fragen nach Kultur, Gesellschaft und Ökologie verbinden. Architektur ist für mich nicht nur Beruf, sondern eine Ausdrucksform – eine Möglichkeit, Kreativität sichtbar und erlebbar zu machen.
Ich glaube, jede Entscheidung sollte mit der Frage beginnen, ob sie überhaupt notwendig ist, ob nicht das Bestehende wertvoll genug oder der Natur Raum zurückzugeben ist. Für mich geht es darum, Dinge nicht abzuschließen, sondern weiterzuführen. Wie ein Satz, der Raum für den nächsten lässt, offen, respektvoll und zugewandt.